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Für Experten: Unsicherheiten

Messungen sind immer statistischen Fluktuationen, also zufälligen Änderungen der Messgrösse, unterworfen. Diese werden kleiner, je mehr Daten man hat. Zusätzlich gibt es systematische Messfehler, die eine Messung verfälschen können. In den Experimenten werden diese mit Kontrollmessungen bestimmt. 

Es hat sich in der Physik bewährt, die Schwelle einer Entdeckung sehr hoch anzusetzen, um zufällige Fluktuationen möglichst auszuschliessen. Es besteht die Konvention ab einer Wahrscheinlichkeit von kleiner als 0,15 Prozent für eine statistische Fluktuation von einem „ Hinweis“ zu sprechen und erst ab 0,00003 Prozent (oder 1 zu 3,3 Millionen) von einer „Entdeckung“.

Die verschiedenen Messungen von LHCb entsprechen einer Wahrscheinlichkeit von 0.1 – 20 % für eine zufällige statistische Fluktuation, von der theoretischen Vorhersage, dass sich Muonen und Elektronen identisch verhalten und entsprechen zusammenfassend einem Hinweis.